Welcher Film ist der Beste?
Das große Harry Potter Ranking Teil 2


Harry Potter wird 20 Jahre alt! Deswegen will ich hier die besten Harry Potter Filme ranken. Letzte Woche gab es schon Teil 1 des Rankings. Im zweiten Teil geht es nun weiter mit den Plätzen 4-1.

Disclaimer: Ich ranke hier nur die offiziellen Harry Potter Filme. Die beiden „Fantastische Tierfwesen“-Filme sind Teil einer anderen Reihe, die erst in Zukunft abgeschlossen sein wird. Und wie immer bei solchen Rankings ist das hier meine Meinung, ihr könnt eure Lieblings-Harry Potter-Filme gerne in die Kommentare schreiben! Zur Info: Ich habe die Bücher von J.K. Rowling nicht gelesen, werde also auf diese auch nicht eingehen.

Achtung: Hier kommt es zu Spoilern zu allen Harry Potter Filmen!

Platz 4: Harry Potter und der Orden des Phönix

harry potter und der feuerkelch bild

Passend zu einer mittleren Platzierung ist auch der Orden des Phönix einer der zwei mittleren Filme der Harry Potter Reihe. Und wie so mancher mittlerer Teil einer Reihe hat er die Angewohnheit, mehr als Lückenfüller denn als eigenständiger Film zu agieren. Und trotzdem schafft er es dabei, unterhaltsam und spannend zu sein. Der fünfte Harry Potter Teil zeigt auf düstere Art und Weise die Auswirkungen, die die Rückkehr von Lord Voldemort auf die Zaubererwelt hat. Denn im Film zuvor gelang es dem Dunklen Lord in einer spektakulären Szene aus dem Reich der Toten zurückzukehren.

Von nun an herrschen in Hogwarts andere Verhältnisse: Dumbledore ist zwar noch immer Schulmeister, aber hat lange nicht mehr so viel Einfluss wie früher. Von nun an regiert an der Zaubererschule die bösartige Dolores Umbridge, die zwar offiziell vom Zaubereiministerium entsandt wurde, eigentlich jedoch für Lord Voldemort arbeitet. Aber an eben jenen Lord glaubt in der Welt der Zauberer niemand. Nicht einmal die warnenden Worte von Harry und seinen Freunden können überzeugen.

Und so wird die Gefahr so lange totgeschwiegen, bis es zu spät ist. Der Film zeigt auf interessante Weise auf, wie weit die Menschen gehen, um unangenehme Wahrheiten zu verdrängen. Auch in unserer, der echten Welt, kann man das ja oft beobachten: Klimawandelleugner wollen nicht wahrhaben, wie gefährlich unsere Lebensweise langfristig sein kann. Ich prognostiziere jetzt schon, dass die Menschen und vor allem auch die Politik, ähnlich wie das Zaubereiministerium in Harry Potter, erst handeln werden, wenn es zu spät ist.

Ansonsten hat der Film einige schöne Momente zu bieten. Die Freundschaften von Harry Potter (Daniel Radcliffe) erweitern sich endlich mal um einen größeren Kreis als Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson). Wir erleben, wie eine kleine Gruppe von Schülern sich der strengen Umbridge (Imelda Staunton) widersetzt und einen eigenen, geheimen Club gründet, genannt „Dumbledores Armee“. Da Umbridge das Schulfach „Verteidigung gegen die dunklen Künste“, welches hauptsächliches eingesetzt wird, um Lord Voldemort zu bekämpfen, müssen sich Harry und seine Freunde eben im geheimen die Lehren beibringen. Und dadurch kommt im Film eine ganz besondere Atmosphäre auf.

Wieder einmal zeigt sich aber auch, dass gerade bei jungen Schauspielern oft noch die Erfahrung fehlt. Und wenn ein Film fast ausschließlich auf junge Darsteller setzt, dann ist die ein oder andere Performance zwangsweise eben weniger gut. Das Trio rund um Harry, Ron und Hermine funktioniert zwar von Film zu Film besser, was man aber von einigen anderen Darstellern nicht sagen kann. Gerade die Beziehung zwischen Harry und Ginny ist natürlich vom Drehbuch mehr als nur schlecht geschrieben, lässt aber auch eine gewisse Chemie der beiden Schauspieler vermissen. Auch einige Schauspielfähigkeiten der Mitglieder von „Dumbledores Armee“ lassen zu wünschen übrig. Ausgleichen kann das aber zum Glück die oben schon erwähnte Dolores Umbridge (Imelda Staunton), die die bösartige Schulaufseherin auf einzigartige Weise verkörpert.

Die Geschichte insgesamt kann man aber zum großen Teil wohl als Füllmaterial ansehen. Im Film passieren kaum relevante Dinge, die für spätere Filme Auswirkungen haben. Und trotzdem, finde ich, ist dieser Film mehr als nur gelungen, da er auf unglaublich einflösende Weise die Dynamiken zwischen den Charakteren, aber auch zwischen den einzelnen Institutionen in der Zaubererwelt festhält. Und dabei ist Harry Potter und der Orden des Phönix auch noch eine Allegorie auf so manches aktuelles Thema.

Platz 3: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

harry potter und die heiligtümer des todes teil 2

Wir begeben uns aufs Treppchen und finden auf dem dritten Platz den letzten Teil der Harry Potter Saga und gleichzeitig das große Finale des Franchises. Direkt vorneweg kann man wohl sagen, dass dieser Film ein mehr als nur angemessenes Finale für eine großartige Fantasy-Reihe ist. Die zwei großen Widersacher, Harry Potter und Lord Voldemort treffen endlich so richtig aufeinander.

Alle Figuren, die uns über acht Filme ans Herz gewachsen sind, bekommen ihren würdigen Abschluss und kommen für diesen Film nochmal in einer spektakulären Schlacht zusammen, um das Böse zu besiegen. Der letzte Harry Potter Teil fühlt sich tatsächlich so episch an, wie es immer versprochen wurde. Über sieben Filme hinweg wurde uns vom übermächtigen Voldemort und seinen Schergen, von der mysteriösen Welt der Zauberer und der ganzen Geschichte dahinter erzählt. Und nun steht all das auf Messers Schneide.

+++ Das könnte dich auch interessieren: RED NOTICE Filmkritik +++

Was hier geliefert wird kommt einem perfekten Finale ziemlich nahe. Da sieht der erste Teil der Heiligtümer des Todes verglichen damit alt aus. Klar, beide Filme hatten unterschiedliche Intentionen, ich habe mir aber immer wieder die Frage gestellt, warum man die Filme überhaupt geteilt hat. Man hätte das beste aus Teil 1 und Teil 2 nehmen, den Film etwas länger machen können und am Ende wäre ein besserer Streifen rausgekommen als bei der bestehenden Zweiteilung. Natürlich stehen hinter dieser Teilung auch wirtschaftliche Interessen, schließlich bringen zwei Filme aus einem der größten Franchises der Welt mehr Geld ein als ein Film. Dramaturgisch hätte es aber vor allem dem ersten Teil besser getan.

Der zweite Teil der Heiligtümer des Todes hat zwar auch seine Längen, das Pacing ist insgesamt aber deutlich besser als bei Teil 1. Die Action ist gelungen, die Charaktere finden fast alle zu einem befriedigenden Ende und die Geschichte endet mit einem Klimax, den nur Der Herr der Ringe übertrifft.

Platz 2: Harry Potter und der Stein der Weisen

harry potter und der stein der weisen header

Natürlich darf in einem Harry Potter Ranking auch der erste Film der Reihe, der den Stein ins Rollen brachte (höhö) nicht fehlen. Dieser Film ist mehr als alle anderen ein Fest der gelungenen Exposition. Wir werden in eine wundersame und faszinierende Welt eingeführt und es muss soooo viel erklärt werden. Was sind Muggle? Wer ist der bärtige Riese, der Harry entführt? Wie kommt man auf das Gleis 9 ¾? All diese Fragen und noch viele mehr beantwortet der Film so, dass sie Spaß machen und nie zum reinen Selbstzweck. Und damit ist Harry Potter und der Stein der Weisen einer der besten Einstiegsfilme in eine Reihe, den ich je gesehen habe.

Dazu kommt, dass dieser Film auch einer der besten Kinderfilme ist, die es so gibt. Wie ich im Disclaimer ja schon gesagt habe, bin ich erst relativ spät mit Harry Potter in Berührung gekommen. Aber hätte ich diesen Film in meiner Kindheit gesehen, wäre ich wohl sofort verliebt gewesen. Und hätte danach auch alle anderen Filme regelrecht verschlungen. Denn der Stein der Weisen ist ein zwar ein unglaublich guter Fantasyfilm, aber auch ein fast perfekter Kinderfilm!

Er hat zwar seine offensichtlichen Schwächen. Die Kinderschauspieler sind nicht wirklich gut, die Geschichte lässt eine gewisse Tiefe vermissen und der gesamte Plot ist einfach und kindgerecht gestrickt. Und dennoch funktioniert der Film auch für Erwachsene, zumindest meiner Meinung nach, hervorragend.

Platz 1: Harry Potter und der Feuerkelch

harry potter und der feuerkelch

Ja, was soll ich sagen? Für mich ist Harry Potter und der Feuerkelch tatsächlich Platz 1 auf dieser Liste. Das mag für den ein oder anderen jetzt überraschend sein, hat aber einige Gründe: Zum einen schafft dieser Film etwas, dass kein anderer Harry Potter Film in dieser Weise hinbekommt: Er zeigt uns die verschiedenen Charaktere im Detail und lässt uns ihr Zusammenwachsen hautnah erleben. Nicht nur macht der Held der Geschichte eine Entwicklung durch, auch alle seine Mitschüler, Freunde und Feinde entwickeln sich weiter. Meiner Meinung nach schafft es kein anderer Film der Reihe, sich so in die einzelnen Figuren hineinzuversetzen.

Dass wird dann auch im Verlauf des Films immer deutlicher. So gibt es einen großen Ball, wo alle Schüler eingeladen sind. Und wie es sich für einen Ball mit Teenagern in ihrer frühen Pubertät gehört, kommt hier nichts und niemand ohne großes Drama davon. Und das macht den Film so nachvollziehbar. Obwohl der Feuerkelch in einer Fantasy-Welt spielt, spricht er viele Themen an, die fast jeder Zuschauer wohl schon mal selbst erlebt hat. Von Liebeskummer über Konkurrenz unter Schülern bis hin zur Magie des ersten Kusses. Hier werden viele Themen behandelt, die auch in der Lebenswelt eines ganz normalen Teenagers eine Rolle spielen und die Charaktere somit nahbar machen.

Nicht nur die Themen selbst, sondern auch ihre Umsetzung sind dabei wunderbar gelungen. Wir können die Handlungsweisen eines jeden Charakters nachvollziehen, mit ihm oder ihr mitfiebern und erleben auch ihre Emotionen in uns selbst. Das schaffen nur wenige andere Filme, besonders klassische Teen-Filme lassen Charaktertiefe, echte Emotionen und nachvollziehbare Entwicklungen oft vermissen.

Abseits vom ganzen Drama und den Intrigen, die sich auf dem Schulgelände abspielen, ist auch der namensgebende Wettbewerb sehr gut gelungen. Die Action macht Spaß und ist spannend inszeniert, auch wenn wir als Zuschauer nie wirklich davon ausgehen, dass einer der Protagonisten jetzt wirklich stirbt. Und auch das Ende ist wirklich gelungen: Erstmals erleben wir den Dunklen Lord in seiner Reinform. Lord Voldemort materialisiert sich wortwörtlich und besiegt dann fast Harry Potter.

Dadurch wird auf sehr gute Art und Weise etabliert, wie mächtig und gefährlich das absolut Böse in Form von Voldemort ist. Ein durch und durch guter Film, der ein gelungenes Pacing an den Tag legt und dadurch nie langweilig wird. Die Einführung des materialisierten Bösen in Form von Lord Voldemort tut sein übriges.

Schlusswort

Gerade jetzt über die Feiertage und zu Neujahr bietet sich ein Rewatch von Harry Potter eigentlich perfekt an. Und mit dieser Liste habt ihr auch gleich eine Einordnung, welche Filme man wirklich aufmerksam schauen sollte und bei welchen man nebenbei auch noch was anderes machen kann. Wie findet ihr mein Ranking? Seid ihr bei manchen Platzierungen ganz anderer Meinung? Dann schreibt es gerne in die Kommentare! Und hier findet ihr Teil 1 des Rankings. Übrigens: Die komplette Liste findet ihr auch schon auf meinem letterboxd-Account!


Ein Gedanke zu „<span style='color:#7D8281;font-size:16px;'><b>Welcher Film ist der Beste?</b></span><br>Das große Harry Potter Ranking Teil 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.