Deshalb erzählt Elden Ring seine Geschichte falsch


Elden Ring ist seit Wochen eines der meistgespielten Spiele auf Steam. Und obwohl auch ich das Spiel liebe, hat es gerade erzählerisch so einige Schwächen.

Ein bockschweres Meisterwerk

Elden Ring Ranni the Witch

Erstmal vorneweg und zur Erklärung für all jene, die die letzten Monate unter einem Stein gelebt haben: Elden Ring ist das neuste Fantasy-RPG aus dem Hause From Software, die sich auch schon für Spiele wie Dark Souls oder Bloodborne verantwortlich zeichnen. Mit Elden Ring, das am 25. Februar veröffentlicht wurde, hat das Studio gleich mehrere Rekorde gebrochen: Nicht nur ist das Spiel eines der sich am besten verkaufenden Spiele dieses Jahres, es stellt auch auf Steam Spielerzahl-Rekorde auf und ist mit Abstand das From Software Spiel, das sich in den ersten Monaten am schnellsten verkaufen konnte.

Und auch ich habe das Spiel regelrecht verschlungen. Denn vor allem mit seinem Gameplay-Loop, der faszinierend gestalteten Welt und der Erkundung der offenen Spielwelt setzt es meiner Meinung nach ähnlich neue Maßstäbe für das Genre wie es seinerzeit The Legend of Zelda: Breath of the Wild getan hat. Und auch wenn ich das Spiel (fast) uneingeschränkt weiterempfehlen kann, hat es eine große Schwäche: Seine Geschichte und wie diese erzählt wird.

Nun klingt diese Aussage für den ein oder anderen vielleicht etwas seltsam, war doch George R.R. Martin (Game of Thrones) maßgeblich an der Story des Spiels beteiligt. Der ist bekannt dafür, spannende Fantasy-Welten mit einer tiefen Lore zu schreiben. Und dennoch muss ich sagen: Für mich als Neueinsteiger in das „Soulsborn“-Genre ist die Geschichte des Spiels falsch erzählt und trägt dazu bei, den ein oder anderen, der darauf wert legt, abzuschrecken. Aber fangen wir von vorne an.

Arbeitsbeginn in den Zwischenlanden

elden ring morgott

„Die gefallenen Blätter erzählen eine Geschichte. Der große Elden Ring wurde zerschlagen.“. So beginnt das Fantasy-RPG. Mit einer episch klingenden Zwischensequenz führt uns From Software in die Geschichte und die Begebenheiten der Zwischenlande ein. Die Zwischenlande- das ist das Gebiet, in dem Elden Ring spielt. Und diese Intro-Sequenz ist eigentlich auch echt stimmungsvoll. Manche würden sogar sagen, sie erzeugt eine richtige Gänsehaut. Ja, das ist tatsächlich richtig. Das Intro von Elden Ring macht richtig Bock auf mehr.

Aber liegt das wirklich daran, dass uns hier der Anfang einer epischen Geschichte erzählt wird, oder vielmehr daran, dass das Intro inszenatorisch gewaltig was zu bieten hat? An der rhetorischen Art der Fragestellung könnt ihr vermutlich schon erraten, wie die Antwort auf diese Frage- zumindest für mich- ausfällt. Das Intro beeindruckt durch seinen brachialen Soundtrack, seine gewaltigen Bilder einer faszinierenden Fantasy-Welt und die Charaktere, die sie bewohnen. Aber die Erzählung an sich, die hier schon angedeutet wird, ist wenig aussagekräftig und verwirrt eher.

Was zum Beispiel ist die „Zertrümmerung“? Was haben die Halbgötter, die im Intro angesprochen werden, damit zu tun? Oder warum müssen ausgerechnet die Befleckten, scheinbar irgendwelche Söldner, die Zwischenlande befreien? Darauf bekommen wir zunächst mal überhaupt keine Antwort. Trotzdem, und das will ich hier explizit anmerken, schafft das Intro eine Sache richtig gut: Den Spieler zu überzeugen, weiterzuspielen. Weil es eben so viele kryptische Andeutungen und geheimnisvolle Charaktere gibt.

Wer liest sich das alles durch?

Elden Ring Grosse Rune der Ungeborenen

Aber jetzt mal zum ersten großen Schnitzer, den sich Elden Ring im Kontext der Story erlaubt: Sie wird nicht wirklich inszeniert, sondern kann fast nur nachgelesen werden. In den Beschreibungen der zahlreichen Items, die wir im Laufe des Spiels erbeuten, können wir theoretisch romanlange Geschichten über die Herkunft dieses Schwerts, die Vergangenheit jener Rüstung oder die mystischen Machenschaften hinter einem Zauberspruch nachlesen. Und das ist nicht übertrieben. Würde man alle Itembeschreibungen ausdrucken und aneinanderheften, würde daraus mit Sicherheit ein mittellanger Roman entstehen.

Das Problem ist nur, dass Elden Ring eben ein Videospiel, und kein Roman ist. In einem Videospiel will ich nicht tausend Seiten Lore nachlesen müssen, sondern die Geschichte durch gut inszenierte Zwischensequenzen und eine kohärente Hauptstory erleben. Elden Ring kann kleinere Geschichten gut erzählen. Etwa, wenn ich in ein Dungeon spaziere und nach und nach durch die Umgebung die Vergangenheit dieser Ruinen erforsche (Enviromental Storytelling). Oder in der Hauptstadt Leyndel ankomme und schon in der Ferne einen riesigen, versteinerten Drachen sehe, während die ganze Stadt in Schutt und Asche liegt.

the batman robert pattinson zoe kravitz dc joker

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Da wird im Spieler selbst dann schon eine Geschichte im Kopf erzeugt. Aber über die Welt an sich, wie es zu dieser massiven Katastrophe, die ja ständig angedeutet wird, gekommen ist, darüber erfahre ich fast nichts. Was haben die vielen Charaktere damit zu tun? Ich könnte jetzt jede einzelne Itembeschreibung durchlesen. Aber dann würde sich zumindest für mich die Spielerfahrung mit Elden Ring drastisch verschlechtern.

Und ich weiß, dass dieses Problem sehr viele Videospiele haben. In Skyrim etwa gibt es ebenfalls unzählige Bücher, also quasi tatsächliche Romane, die ich mir zur Lore durchlesen könnte. Auch im oben schon erwähnten letzten Zelda-Spiel kam die Geschichte viel zu kurz und wurde ebenfalls eher kryptisch erzählt. Aber bei Elden Ring kommt noch ein zweites Problem hinzu, dass heutzutage veröffentlichte Spiele einfach nicht mehr haben sollten:

Wo bist du hin, Charakter XY?

elden ring rya

Es gibt in Elden Ring unzählige Charaktere, die dem Spieler auf seiner Reise durch die Zwischenlande begegnen. Von Varre mit der weisen Maske, der uns schon ganz am Anfang des Spiels die mittlerweile berühmt-berüchtigten Worte „Unfortunatly, you are maidenless“ um die Ohren haut, über Ranni, die Hexe und Königin Marika, die Ewige. Sie alle sind Figuren aus Elden Ring.  Und die meisten von ihnen haben eine Gemeinsamkeit: Man kann all ihre Geschichten verpassen.

Theoretisch kann man das Spiel durchspielen, ohne auch nur einmal mit Ranni interagiert zu haben oder jemals die tragische Geschichte hinter dem Herren von Haus Vulkan, Rykard, dem Lord der Blasphemie, mitzubekommen. Denn nur durch selbstständiges Erkunden der riesigen offenen Spielwelt erfährt man von Figuren, die wiederum zu Nebenquests führen. Und wenn man eben schnurrstraks den Gnadenpunkten auf dem Weg zum finalen Boss hinterherläuft, verpasst man zahlreiche Geschichten.

Aber diese Tatsache ist nicht mal das Hauptproblem, dass ich mit der Story von Elden Ring habe. Vielmehr stört mich, dass fast alle Figuren in einer Sprache sprechen, die man wohlwollend vielleicht noch als kryptisch beschreiben kann, eigentlich aber als verwirrend und nichtssagend bezeichnen muss. Denn nicht wie in anderen Spielen dieser Art hat man in Elden Ring einen Questlog, der festhält, wo man wann welchen Charakter wiederfinden kann, der dann die nächste Phase der Story einleitet. Nein, man muss erstens ganz genau hinhören, was der Charakter sagt und zweitens, dann Glück haben und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Stelle in einer erschlagend großen Spielwelt wiederfinden.

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So ist es mir etwa im schon erwähnten Haus Vulkan so ergangen, dass ich die Quest rund um die Späherin Rya bis zu einem gewissen Punkt verfolgt habe. Das Mädchen ist ein Abkömmling Rykards und wechselt ihre Gestalt von Mensch zu Reptil. Irgendwann war ich dann an einem Punkt in der Story, an dem ich unbedingt Rykard, dieses abescheuliche Biest eines Mannes in Schlangengestalt besiegen wollte. Und das habe ich dann auch getan, ohne zu wissen, dass es im Haus Vulkan auch ein ganzes Dungeon gibt, dass man idealerweiße vor dem Kampf mit Rykard abschließt. Denn wenn man das, so wie ich, nicht tut, und erst später zurückkehrt, ist Rya verschwunden und ihre Quest, die ich bis dato interessiert verfolgt habe, ebenso.

Es zeigt sich also: Nicht nur muss ich einzelne Charaktere wiederfinden, um ihre Geschichte weiter zu erleben. Nein, ich muss sogar zum richtigen Zeitpunkt mit ihnen interagieren, um die Quest nicht zu verpassen. Und solch ein Questdesign ist leider nicht nur aus der Zeit gefallen, sondern auch ziemlich frustrierend für jemanden wie mich, der gerne alles, was eine Spielwelt zu bieten hat, mitnehmen würde. Die Storys zu den vielen Charakteren bereichern die Hauptgeschichte nämlich eigentlich ungemein, weil sie selbst, wie schon gesagt, nicht so gut erzählt ist.

Aber wenn ich die Hälfte der kleineren Geschichten verpasse, können diese noch so gut sein, ich werde sie nie erleben. Und das ich echt schade.

Fazit

Elden Ring ist ein Meisterwerk mit Einschränkungen. Es ist ein Gameplay-Meisterwerk. Ein Boss- und Weltendesign-Meisterwerk. Ein atmosphärisches Meisterwerk. Aber ein Story-Meisterwerk oder Questdesign-Meisterwerk ist es nicht. Die Geschichte von Elden Ring wird sehr kryptisch erzählt, man muss sich schon ordentlich in die Materie einlesen, und dieses Einlesen geschieht leider fast ausschließlich in Form von Itembeschreibungen.

Auch die vielen Figuren, mit denen das From Software-Spiel aufwartet, wollen ihre Geschichte vor dem Spieler wohl möglichst geheimhalten. Denn man muss schon genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um ihre Storys nicht zu verpassen. Und somit schafft Elden Ring es zwar, eine atmosphärische Welt mit einer bedrückenden Stimmung aufzubauen. Das Spiel schafft es aber leider nicht, diese Welt mit spannenden und vor allem zugänglichen Geschichten zu füllen und seine Charaktere dabei richtig zu inszenieren.

Was sagt ihr zu meinem Kommentar auf die Geschichte von Elden Ring? Stimmt ihr mir zu oder seht ihr das ganz anders? Schreibt es gerne in die Kommentare und lasst uns diskutieren!

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Elden Ring ist seit 25.02.2022 für PC, PS5, PS4, Xbox One und Xbox Series verfügbar.

© Copyright aller Bilder bei From Software/Bandai Namco.


18 Gedanken zu „Deshalb erzählt Elden Ring seine Geschichte falsch

  • 18. Juni 2022 um 22:12
    Permalink

    Ich irre durch das Open-World-Design… seit Tagen… und verliere immer mehr an Motivation. Wo soll, wo muss ich hin? Was muss, kann, sollte ich tun?

    1) Und ja, auch Forschen hat seine Grenzen. Zumal ich ja vieles erforsche, das optional ist oder sein könnte. Wozu ich dann xy erforscht habe, erschließt sich mitunter nie. Nach Rennala fehlt mir jeglicher Ansatz, jeder konkrete Hinweis und ich erkunde und erkunde und erkun… vieles entdecke ich schließlich aus Zufall. Und Zufall ist gerade keine Auszeichnung für Design.

    2) Das Argument, die Schwierigkeit der Gegner weise einem den Weg, lehne ich ab, da die Schwierigkeit auch meine Unfähigkeit sein kann speziell für den einen Gegnertyp; in DS3 lagen mir die Fass-Säge-Männer lange, lange Zeit nicht und nur der reine Stärke-Build hat mich über sie erhoben. Ich kriege also nicht zwingend aufs Maul, weil ich hier oder dort noch gar nicht sein sollte. Andererseits habe ich auf meinen Irrwegen bereits top Equipment gefunden bzw. erkämpft, das noch gar nicht meinem Level entsprechen sollte. Ich trage so z.B schon seit Ewigkeiten die eine Rüstung, ohne das ich bis jetzt eine bessere gefunden haben sollte.

    3) Nach und nach wiederholen sich aufgrund meiner Irrwege nun Passagen und mitunter komme ich zu Gebieten innerhalb einzelner aufgespürter Quests, die überhaupt keinen Reiz des Neuen haben: Schließlich war ich bereis mehrere Stunden dort mit meinem planlosem Ausritt beschäftigt.

    4) Überdies gibt es auch zahlreiche Passagen und Gegner, denen ich einfach davonreiten kann. Und dann? Hätte ich xy gebraucht, oder yx? Ich weiß es nicht.
    DS3 ist recht linear aufgebaut und ich weiß, dass ich an xy vorbei muss (!) und aus dem Muss entwickelt sich meine Motivation. Aus einem „Muss-nicht“ kann sich nur bedingt eine Motivation entwickeln… dann skipe ich einfach, mir doch egal und dem Spiel vor allem auch. Reiz verloren.

    Mal sehen, wie lange ich noch durchhalten kann.

    Antwort
    • 23. Juni 2022 um 14:13
      Permalink

      Durchhalten lohnt sich auf jeden Fall, gameplaytechnisch halte ich Elden Ring nämlich für ein Meisterwerk!

      Antwort
  • 15. Juni 2022 um 11:31
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    Die Sache die glaube viele vergessen, ist dass du ein niemand bist. In FS Spielen bist du ein random Untoter, welcher sich gegen die Götter und Mächtigen auflehnt. Es gibt Leute, die dass besser erklären können als ich, aber ich hoffe man versteht es. Du bist in diesem Spiel keine Hauptperson, sondern eher der nett belächelte Träumer den man nach zwei Minuten wieder vergisst. Du musst dir das alles selbst erschließen, weil es eben niemanden in der Welt interessiert ob du Sachen weißt oder eben nicht.

    Antwort
  • 3. Juni 2022 um 0:45
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    Hallo erstmal. Also ich muss hier mal ne Lanze für den Beitrag brechen, der ja rein SUBJEKTIV über die Spielerfahrung von Elden Ring berichtet. Und der Autor beschreibt ja durchaus, wie viel Spaß er damit gehabt hat. Ich kann sehr gut verstehen, warum einen die Geschichte des Spiels schlecht erzählt vorkommt. Auch meiner Meinung nach ist sie das! Denn From Software muss endlich mal lernen, neben den unzähligen Itembeschreibungen und sonstwas auch eine spannende Geschichte abseits davon hinzubekommen. Klar, wie die Kommentare davor geschrieben haben, man kann sich in die Lore von Elden Ring einarbeiten. Aber mal ehrlich, wer hat denn Lust, tausend Youtube-Videos, Itemsbeschreibnungen, und sonst was durchzugehen, bevor man die Story versteht.
    Und wo ich dem Autor 100% zustimmen muss ist das Questdesign. Das ist sogar objektiv gesehen einfach nicht mehr zeitgemäß! Wenn man mehrere DIN-A4 Seiten braucht, um sich alle möglichen Charaktere und ihre Standorte aufzuschreiben, dann haben darauf viele Leute einfach keine Lust. Ganz ehrlich, hier irgendwelche schlechten Absichten dem Autor zu unterstellen, nur weil er die Geschichte und das Questdesign nicht gut findet, ist ja lachhaft.
    Und doch, @Flo, deine Aussagen sind nicht gerade diplomatisch formuliert.

    Antwort
    • 3. Juni 2022 um 22:04
      Permalink

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Eigentlich kann ich all das, was du geschrieben hast, nur unterschreiben. Und natürlich halte ich Elden Ring trotz seiner Schwächen, die es meiner Meinung nach hat, für ein unglaublich gutes Spiel.
      LG Lukas

      Antwort
    • 3. Juni 2022 um 23:06
      Permalink

      Dein Kommentar macht genauso wenig Sinn wie der Artikel. Das dieser subjektive Eindrücke wiedergibt ist ja klar. Wenn ihr Objektivität wollt dann gerne…. her damit : objektiv betrachtet ist Elden Ring schon jetzt das am besten verkaufte Spiel 2022.
      objektiv betrachtet hat es von journalistischer Fachpresse zu 99 % positive Bewertungen bekommen.
      Objektiv betrachtet wird die story und das Storytelling gelobt.
      Objektiv ist es schon jetzt das erfolgreichste und beliebteste Spiel einer ganzen Dekade.
      Genug davon 🙂
      Warum sollte FS, wie du es ausdrückst „ endlich mal eine spannende Geschichte hinbekommen“ wenn sie seit vielen Spielen genau das machen?
      Mit Elden Ring sind viele Spieler dazu gestoßen die vorher noch nie ein soulsbourne in der Hand hatten. Mega !
      Allerdings auch schwierig für viele weil der hohe Schwierigkeitsgrad und ebend die spezielle erzählstruktur anders sind als der Großteil der neuen Spieler es gewohnt ist.
      Wenn ich von asassins Creed, Horizon oder auch LoU komme is man anderes gewohnt. Questmarker, Kompass, questlog usw…… grade in den ersten beiden is die Karte und das hud regelrecht voll gesch… mit Infos die dem Spieler alles abnehmen. Wer so spielen möchte kann das gerne machen. FS geht einen anderen Weg und das is auch gut so. Die Zahlen und die Resonanz auf das Spiel zeigen das die spielerschaft wieder gefordert werden will. Wieder selber forschen, denken, ausprobieren frei nach dem Motto „Try and error“ …. Wieder selber spielen!
      Ob ihr jetzt glaubt das es schlechtes questdesign ist oder nicht is eigentlich völlig egal. Wenn es euch nicht gefällt dann spielt es halt einfach nicht. Aber hört auf mit diesen leicht zu dekonstruierbaren Argumenten die so leicht den wahren Kern eurer Aussage offen legen 🙂

      Antwort
  • 1. Juni 2022 um 13:58
    Permalink

    Hier fällt auf wie die Erzählart der FS-Spiele mit z.b Skyrim verglichen werden. Merkt man halt das du neu in der Materie bist. Jeder Spielejournalist hätte sich den Text geklemmt. Is halt auch nicht normal das man sofort überfordert ist sobald man mal gefordert ist selbst zu forschen und aktiv zu werden statt alles in ein Questlog geschissen zu bekommen. Das ist kein schlechtes Gamedesign sondern allein dein Problem.

    Antwort
    • 1. Juni 2022 um 16:36
      Permalink

      Ich glaub, du verstehst mich ein bisschen falsch. Ich hab kein Problem damit, „selbst zu forschen und aktiv zu werden“ und im Text schreibe ich auch nie davon, dass ich überfordert war. Es ging mir viel mehr darum, dass das Questdesign meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß ist und auch die Geschichte nur sporadisch erzählt wird. Das Problem habe übrigens nicht nur ich, sondern, wenn man sich Spieleforen oder Reddit mal anschaut, sehr viele Spieler.
      Und wie gesagt, es ist meine Meinung. Jeder kann dazu eine andere Meinung haben, aber du wirst hier mit deinem Kommentar meiner Meinung nach etwas beleidigend und schiebst das Problem, das ich beschreibe, allein auf den Spieler.

      Antwort
      • 1. Juni 2022 um 20:37
        Permalink

        Ich verstehe dich schon richtig aber ich glaube du nimmst deine gesetzte Meinung ein wenig zu wichtig 😉 Zur Diskussion aufrufen und dann beleidigt reagieren und vorwerfen zu beleidigen wenn man eine andere Meinung hat und diese mit Nachdruck abgibt…… genau mein Humor.
        Das Storytelling von From Software ist darauf ausgelegt das man sich jedes Detail von Items usw durchlesen sollte um nichts zu verpassen. Das ist ein bekannter Fakt und falls es nicht dein Ding ist hättest du dir das Spiel evtl. einfach nicht kaufen sollen ( oder besser noch, diesen „Artikel“ schreiben) statt diesen Fakt jetzt als Schwäche hinzustellen 🙂 Warum es tatsächlich eine der Stärken ist, haben diverse Fachjournalisten bzw. die Fachpresse zu genügend ausgebreitet.

        Antwort
        • 1. Juni 2022 um 21:14
          Permalink

          Also Entschuldigung, aber deine Ausdrucksweise im Kommentar vorhin war schon beleidigend („geschissen bekommen“, „allein dein Problem“). Ich habe sowohl im Beitrag als auch bei meiner Antwort betont, dass ich jede Meinung respektiere, solange sie nicht verletzend geschrieben wird. Ich will mich hier nicht über ein Videospiel streiten, es gibt wichtigeres im Leben. Aber gerade dein Bezug auf irgendwelche „Fachmagazine“ ist ja kein Argument, wenn es im Beitrag doch um meine subjektive Empfindung ging. Das sieht jeder anders, und vielleicht solltest du Mal lernen, das Gegenüber auch dann zu respektieren, wenn es anderer Meinung ist. Ich schreibe im Beitrag ja sogar, dass ich sehr viel Spaß mit Elden Ring hatte und es eine der besten Spieleerfahrungen seit langem für mich war. Aber ich hatte eben auch meine Probleme mit dem Spiel.

          Und nein, ich nehme meine Meinung nicht „zu wichtig“, du nimmst sie zu wichtig, indem Du scheinbar persönlich angegriffen bist, wenn man From Software kritisiert.
          Trotzdem einen schönen Abend,
          LG Lukas

          Antwort
          • 1. Juni 2022 um 22:11
            Permalink

            Ich entschuldige nicht . Einfachste Shaming Culture die hier grade angewendet wird weil Kritikunfähigkeit grade das einzige ist was ich erkennen kann. Schade das mittlerweile jeder überall publizieren kann. Da wird das sortieren von tatsächlich recherchieren und lesenswerten Artikeln zur echten Arbeit. Stattdessen streitet man sich hier 😀

    • 13. Juni 2022 um 12:48
      Permalink

      Bei allen anderen FROM SOFTWARE Spielen hat mich die kryptische Erzählung weniger gestört.
      Bei ELDEN RING allerdings schon da ich mir wahrscheinlich vom George R.R. Marketing mehr erwartet habe.
      Mit SEKIRO bspw hat FROM SOFTWARE ja bereits bewiesen dass sie durchaus in der Lage sind eine spannende und durch viele aufregende Cutscenes unterstützte Geschichte zu erzählen.

      Antwort
      • 14. Juni 2022 um 16:44
        Permalink

        Bis jetzt ist Elden Ring das einzige From Software Spiel, das ich gespielt habe. Aber ich hab schon von vielen gehört, dass Sekiro auch extrem gut sein soll. Vielleicht wage ich irgendwann mal einen Blick hinein. ;D

        Antwort
  • 29. Mai 2022 um 9:01
    Permalink

    Hallo, ich finde das ist ein sehr einseitige Sicht. Denn z.b ich hatte keine Probleme damit die jeweiligen quests und ihre einzelnen Quest Schritte zu finden. Dieses Spiel erfordert halt ein wirklich tiefes Eintauchen in jeden Teil der Materie, und wenn man auf seinen Abenteuern auch wirklich jede Ecke der zwischen Lande untersucht stößt man auch immer auf die quests bevor man an den Punkt kommt den jeweiligen halbgott oder Boss des Gebietes zu besiegen. Wenn man allerdings geteast von kleinen Andeutungen halt einfach zum Boss rennt und genau weiß in diese Ecke war ich noch nicht diesen Berg bin ich noch nicht hoch oder noch nicht runter hinter dem Fluss oder See ist noch eine Ecke an der man nicht war, dann kann man einzelne quests oder bestimmte Quest Schritte verpassen. Ich bin z.b ein akribischer Entdecker, man weiß meist noch vor der Hälfte oder etwa zur Hälfte des Gebietes wer der Endgegner des Gebietes sein wird und auch etwa wo das sein wird. Wenn man nun vor dem Besiegen des gebietsbossses noch einmal die map öffnet und wirklich genau schaut wo man war und wo nicht und eben wirklich erst zum Boss geht wenn man in jeder noch so kleinen Ecke Spalte oder jeden Berg nach oben oder Abhang nach unten erkundet hat, dann hat man auch die jeweiligen quests und ihre Quest strenge recht problemlos gefunden. Einzig die Quest von diallos die in gelmir mehrfach vorangetrieben wird, bringt einen noch mal in das zweite Gebiet liurnia, was nicht so richtig ersichtlich ist, allerdings wusste ich eben dass sich das kleine Örtchen gefäßburg irgendwie unfertig anfühlte weswegen ich nach Abschluss jedes Gebietes dort noch mal vorbei geschaut habe und ihn dann so auch dort entdeckt habe. Das Patches am Schluss seiner Quest noch mal in seine starthöhle geht ist so ziemlich das am schwersten zu durchschauende für mich gewesen. Ansonsten habe ich alle quests problemlos beenden können mit Ausnahme der Quest von Gestockt, der mir als erster NPC so falsch und hinterhältig vorkam dass ich ihn kurzerhand einfach getötet habe. Und dadurch dass die Quest NPCs viel über die Lore preisgeben und wenn man sie immer alle im jeweiligen Gebiet gefunden hat bevor man in das nächste Gebiet kommt wird die Geschichte schon gut fassbar meiner Meinung nach.
    MfG Stefandragon

    Antwort
    • 29. Mai 2022 um 17:27
      Permalink

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Wie gesagt, für manch einen mag Elden Ring auch bei den Quests und der Geschichte alles richtig machen. Für mich persönlich- und das hab ich ja im Beitrag geschrieben- wird die Geschichte aber zu kryptisch erzählt und v.a. die Quests sind einfach nicht mehr zeitgemäß designt. Natürlich kannst du da anderer Meinung sein, schließlich sind Videospiele für jeden ja eine andere, subjektive Erfahrung. Vergleicht man moderne Spiele von heute mit Spielen aus den frühen 90igern, wird man wahrscheinlich auch feststellen, dass Videospiele damals deutlich unzugänglicher gestaltet waren.
      LG Lukas

      Antwort
      • 2. Juni 2022 um 16:13
        Permalink

        Insgesamt kannst du natürlich jede Meinung haben die du haben willst, jedoch sollte man wissen worüber man spricht wenn du deine Meinung Preis gibst. Alleine die oberen Kommentare zeigen das nicht das Spiel in dem Erzählerischen falsch ist oder im Questdesign, sondern das unterschiedliche Menschen unterschiedliche Werte haben. Jemand der sich WIRKLICH für eine Story interessiert, wird sich, siehe den ausführlichen Kommentar oben, auch wirklich damit beschäftigen. Jemand der sich am Ende vielleicht doch nicht besonders für eine Geschichte interessiert und sich durch Lesebarrieren gehindert fühlt diese zu erleben, der legt am Ende des Tages halt nicht genug Interesse für die Story am Start. Jedes Spiel/Spielereihe hat seine Besonderheiten, bei den Soulslike ist es der Fakt das wirkliche Storyhunter auch belohnt werden und eben der kryptische Teil auch einen spaßigen Teil daran hält. Denn sein wir ehrlich, jeder der die Gamestory von Soulslike versteht ohne etwas im Inet zu suchen, hat von mir genau so viel Respekt wie ein Typ der ein No Hit Run macht.
        Was ich damit sagen will ist, dass Spiele nicht immer für jeden Menschen zugänglich sind, nicht weil sie schlecht sind (ELDEN Rings Storytelling und Quest deiner Meinung nach), sondern weil Menschen durch ihre wahre Art und Weise im Spiel entscheiden wie viel sie erleben und was sie verstehen.
        Das Questdesign ist nicht schlecht und das Storytelling auch nicht, sondern du als Mensch hast halt eine andere Herangehensweise und Natur wenn du ein Spiel spielst. Und auch wenn deine Meinung subjektiv ist, allein der Titel des Artikels ist ein als objektiv hingestellter Fakt. Ich würde eher einen Titel wählen wie, im Storytelling zeigt ELDEN RING welche Person man wirklich ist, bezogen darauf ob du wirklich an der Story interessiert bist oder eben doch nur eher die Casualgame Herangehensweise möchtest.

        MfG

        Antwort
        • 2. Juni 2022 um 20:18
          Permalink

          Danke für deinen Kommentar! Ich finde deinen Vorschlag zum Titel des Beitrags auch echt gut, habe mich beim Schreiben für den vorhandenen entschieden, weil er eben etwas provozierend formuliert ist und dadurch generell auch für mehr Diskussionsstoff sorgt ;D.

          Zum inhaltlichen: Ich würde dir darin widersprechen, dass man generell kein Interesse an der Story hat, nur weil man keine Lust hat, jede Itembeschreibung durchzulesen. Gerade Spiele wie The Witcher 3 oder The Last of Us 2 haben mir gezeigt, wie involviert man in eine Videospielgeschichte sein kann. In dem Kontext erzählt Elden Ring seine Geschichte eben anders, wodurch sie für Spieler wie mich unzugänglicher und letztendlich zur Nebensache wird. Wäre die Story so inszeniert wie in den oben genannten Spielen, dann hätte ich sie mit deutlich mehr Spannung verfolgt.

          Und auch bei der Aussage, dass das Questdesign nicht schlecht ist, muss ich dir widersprechen. Das war meiner Meinung nach einfach nicht mehr zeitgemäß für ein Spiel wie Elden Ring. Elden Ring ist ein Triple-A-Action-RPG und kein Indie-Titel, dem ich sowas verzeihen kann. Natürlich mag das Questdesign für den ein oder anderen subjektiv gut sein, das macht es aber für die breite Masse nicht besser. Was hindert die Entwickler daran, ein optionales Questlog einzubauen?

          LG Lukas

          Antwort
        • 3. Juni 2022 um 0:49
          Permalink

          „Jemand der sich am Ende vielleicht doch nicht besonders für eine Geschichte interessiert und sich durch Lesebarrieren gehindert fühlt diese zu erleben, der legt am Ende des Tages halt nicht genug Interesse für die Story am Start.“

          Ich glaube, dem Autor ging es nicht darum, dass eine Lesebarriere ihn vom Spiel abgehalten hat, sondern dass die Art, in der die Geschichte dem Spieler vermittelt wird, nicht gut gemacht ist. Elden Ring ist eben kein Textadventure, sondern ein Actionspiel. Und verglichen mit anderen Spielen dieser Art macht die Story von Elden Ring nicht viel her.

          Antwort

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