Game of Thrones: Die 10 besten Folgen | Teil 1

Für mich war Game of Thrones eigentlich immer eine der besten Serien im TV. Doch mit Staffel 8 ging die Hitserie unrühmlich zu Ende. Ich will trotzdem retrospektiv meine zehn liebsten Episoden hier auflisten. Im ersten Teil betrachte ich die Plätze 10-6. Hier geht’s dann zum zweiten Teil.
Achtung: Hier kommt es zu massiven Spoilern zu allen Staffeln von Game of Thrones!


Einführung

Vor zwei Jahren ist Game of Thrones zu Ende gegangen. Ich selbst würde das Spiel um den Thron als eine der besten jemals produzierten Fernsehserien bezeichnen. Aber, und jetzt kommt das große Aber:

Wie mittlerweile vielen bekannt sein dürfte, nahm die Qualität nach Staffel 6 und vor allem Staffel 8 der HBO-Serie rapide ab. Das ging so weit, dass eine Petition, um die letzte Staffel nochmal neu zu drehen, über 1,8 Millionen Unterschriften sammelte.

Aber wie komme ich jetzt dazu, hier nach über zwei Jahren seit der letzten Folge plötzlich ein Ranking über die besten Folgen der Serie zu machen? Nun, ganz einfach: Zusammen mit einem weiteren Beitrag, der hier auf dem Blog erscheint, will ich dafür plädieren, die Serie nicht nur auf ihre negativen Seiten zu reduzieren.

Game of Thrones war und ist eine der bestgeschriebenen und bestinszenierten Serien der Welt. Und ich empfehle sie mittlerweile auch wieder ausdrücklich all jenen, die sie noch nie gesehen haben.  Und dieses Ranking hier dient als kleine Einordnung für Neueinsteiger oder für alle, die zwar keine Zeit haben, noch mal alle Staffeln durchzubingen, aber sich die besten Episoden rauspicken wollen.

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Liegt genauso in Trümmern wie die Stadt in dieser Szene: Die achte Staffel von Game of Thrones.

Vor Kurzem habe ich hier schon einen Beitrag geschrieben, in dem ich versuche, die Frage zu beantworten, ob man heute noch mit Game of Thrones anfangen sollte. Und jetzt kommt hier das Ranking der besten Episoden der Fantasyshow.

Platz 10: Staffel 6 Episode 9 / Die Schlacht der Bastarde

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Genauso episch wie dieser Riese: Die Schlacht der Bastarde!

Was, die Schlacht der Bastarde, das epische Aufeinandertreffen von Jon Snow und Ramsey Bolton ist nur auf Platz 10? Da muss mir ein Fehler unterlaufen sein. Naja, eigentlich nicht. Theoretisch hätte ich diese Episode gar nicht mehr in die Liste aufgenommen, ich habe mich aber dann doch dazu entschieden.

Und das hat einen einfachen Grund: „Die Schlacht der Bastarde“ hat Fernsehgeschichte geschrieben! Noch nie war das Produzieren einer Serie so aufwendig, noch nie kamen Fernsehshows näher an Kinofilme heran.

Diese Schlacht hat unsere Messlatte für brachiale Schlachtsequenzen nicht nur für das Medium Serie, sondern auch für Filme, neu definiert. Von daher hielt ich es für wichtig, diese Episode zumindest auf dem letzten Platz zu erwähnen.

Denn inhaltlich gibt es da schon weniger gutes zu sagen: Die Schlacht hat anders als andere Schlachten aus Game of Thrones, für den Zuschauer genau zwei Perspektiven: Die gute Seite und die schlechte. Dadurch wird sie langweiliger, man fiebert weniger mit den Charakteren mit. Mit dieser Folge hat sich Game of Thrones näher an klassische Hollywood—Blockbuster herangewagt als jemals zuvor.

Und das wurde der Serie in den letzten beiden Staffeln dann leider zum Verhängnis. Erwähnenswert wären auch noch unlogische Handlungen der Protagonisten. Wenn etwa Sansa Jon nicht erzählt, dass die rettende Armee aus dem Grünen Tal später noch zur Schlacht dazustoßen wird, hinterlässt das Fragen beim Zuschauer.

Aber insgesamt gesehen hat diese Episode neue Standards gesetzt. Wenn auch weniger inhaltlich.

Platz 9: Staffel 3, Episode 5 / Vom Feuer geküsst

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Wurde vom Feuer geküsst, obwohl es dieser Gesichtsausdruck nicht vermuten lässt: Jamie Lennister.

Diese Folge ist einfach Game of Thrones in Reinform: Eigentlich stimmt hier alles, und deswegen hat „Vom Feuer geküsst“ einen Platz in diesem Ranking verdient.

Das fängt schon damit an, dass die Handlung rund um Jon Snow und seinen angeblichen Verrat an der Nachtwache endlich Fahrt aufnimmt. Seine neue Gefährtin Ygritte verführt ihn, seine Eide in einer Höhle mitten im Eis zu brechen. Einige wunderschöne und emotionale Szenen.

Auch die Entwicklungen bei Daenerys Targaryen werden immer interessanter: In dieser Folge ernennt sie ihren späteren General, Grauer Wurm.

Und in Schnellwasser nehmen die Dinge ihren Lauf, die in Episode 9 schließlich zum Tod von Robb Stark führen werden. Denn seine Bannermänner töten zwei gefangene Lennister-Kinder und Robb lässt dafür einen seiner wichtigsten Verbündeten hinrichten.

Aber die eigentlichen Highlights der Folge sind natürlich zwei andere: Der Hound Sandor Clegan kämpf in einem epischen Duell gegen Beric Dondarion mit dem flammenden Schwert.

Und Jamie erzählt Brienne, was am Ende von Roberts Rebellion wirklich in Königsmund passiert ist. Warum er den Namen „Königsmörder“ eigentlich nicht verdient hat.

Platz 8: Staffel 4, Episode 10 / Die Kinder

Bedroht gerne alte Männer: Tyrion Lennister

Und da haben wir die erste von zwei Staffelfinal-Episoden in diesem Ranking. Eigentlich könnte man fast jedes Staffelfinale von Game of Thrones mit in diese Liste aufnehmen, aber ich werde es bei zwei Folgen belassen.

„Die Kinder“ hat alles, was man von einem Staffelfinale, dass Lust auf mehr macht, erwartet: Emotionale Szenen in Königsmund, in denen Tyrion von seinem Bruder aus der ungerechtfertigten Gefangenschaft befreit wird und dann sowohl seinen verhassten Vater als auch seine Geliebte tötet.

Szenen, in denen Jon Snow ein weiteres Mal als Anführer etabliert wird, als er allein und ohne jede Hoffnung versucht, den Anführer der Wildlinge zu treffen und zu töten.

Und eine Szene, die fast zu Tränen rührt: Die junge und selbstbewusste Arya lässt ihre Vaterfigur zurück und segelt allein über die Meerenge nach Bravos. Da ist übrigens auch diese Szene hier entstanden, das beste „Valar Dohaeris“, das ich je gehört habe:


Platz 7: Staffel 1, Episode 9 / Baelor

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Hat abgeschlossen mit der Welt, wie der Zuschauer in dieser Szene: Eddard Stark.

Um es einfach zu schreiben: Die Game of Thrones- Episode „Baelor“ ist die Folge, die aus einer guten Mittelalter-Fantasyserie ein Meisterwerk gemacht hat.

Zwar beginnt sie eher ruhig und hält das gemächliche Tempo lange aufrecht. Wir erleben Jon, wie er mit seinen Gefühlen kämpft. Soll er seinen Eid brechen und mit seinem Halbbruder in den Krieg ziehen? Oder überwiegen seine Verpflichtungen gegenüber der Nachtwache und seinen neuen Brüdern dort?

Auch Daenerys hat mit ihren Gefühlen zu kämpfen: Die Mutter der Drachen lässt sich mit einer Hexe ein und macht sich dadurch viele Feinde in den eigenen Reihen.

Ebenfalls hervorragend sind die Ränkespiele im Krieg zwischen Robb und Tywin Lennister. Aber all das stellt natürlich ein Moment in den Schatten: Die Hinrichtung von Eddard Stark an der Großen Septe von Baelor.

Wir als Zuschauer glauben für fast eine ganze Staffel, dass Eddard der Held der Geschichte ist und deshalb gar nicht sterben kann. Aber falsch gedacht. Die ganze Sequenz in Königsmund, bevor der Henker das Schwert schwingt, ist genial inszeniert.

Bis zum Schluss glauben wir, dass noch irgendwas passieren wird. Ein Wunder. Irgendwas. Aber nein. Der Kopf rollt und Game of Thrones zeigt erstmals, dass hier niemand sicher ist. Es gibt nicht sowas wie einen Helden, der alles überleben kann.

Platz 6: Staffel 4, Episode 9 / Die Wächter auf der Mauer

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Sieht aus wie ich, wenn die Bahn mal wieder zu spät kommt: Jon Snow.

Die zweite große Schlacht in diesem Ranking. Nur ist diese nochmal deutlich besser als „Die Schlacht der Bastarde“. Und das hat einen einfachen Grund: Wir haben zwei Seiten, die gegeneinander Kämpfen.

Zwei Seiten, für die wir aber keine Position beziehen können als Zuschauer. Denn auf beiden Seiten gibt es Charaktere, die wir schon viele Folgen begleitet haben und denen wir uns emotional verbunden fühlen.

Allen voran wären da natürlich Jon und Ygritte, das Liebespaar, welches sich nun in der Schlacht gegenüber steht. Und ein epischer Kampf zwischen dem Anführer der Wildlinge Tormund und dem Lord Kommandant der Nachtwache, Allisar Thorn.

Obwohl wir diesen als Zuschauer eigentlich hassen sollten, stellt er in dieser Folge einen Verbündeten der Nachtwache dar, ohne den die Wächter auf der Mauer keine Chance hätten.

Wir haben also epische Duelle, dramatische Beziehungsprobleme und eine Schlacht, die damals neue Standards setzte. Eine Folge für die Ewigkeit.

Weiter mit Platz 5-1

Wer jetzt noch wissen will, was meine absoluten Lieblingsfolgen sind, kann hier klicken für den zweiten Teil des Rankings mit den Plätzen 5-1!

So, aber jetzt genug von mir: Ich habe euch meine Lieblingsfolgen von Game of Thrones präsentiert. Jetzt seid ihr dran: Schreibt mal in die Kommentare, welche Folgen für euch die besten sind. Ich glaube, da kann es zu einigen interessanten Diskussionen kommen. Und wenn ihr wissen wollt, warum ich Game of Thrones trotz der vermasselten achten Staffel trotzdem immer noch jedem empfehle, könnt ihr hier klicken.

Copyright aller Bilder im Beitrag: HBO.
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10 Gedanken zu „Game of Thrones: Die 10 besten Folgen | Teil 1

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