Haus des Geldes: Die 10 besten Folgen | Teil 2


Mit dem zweiten Teil der 5. Staffel endet eine der erfolgreichsten Netflix-Serien, die sich unerwartet zu einem weltweiten Phänomen entwickelt hat. Und deshalb blicken wir hier nochmal auf die 10 besten Folgen von Haus des Geldes zurück. Teil 1 des Rankings findest du hier.

Achtung: Hier kommt es zu Spoilern zu allen Staffeln von Haus des Geldes!

Einführung

Die Netflix-Serie Haus des Geldes ist Kult: Die Maske der Bankräuber, die roten Overalls und das italienische Partisanenlied “Bella Ciao” eroberten die Welt in Sturm und fanden sich bald auf Demonstrationen, im Internet und in den Musikcharts wieder. Die fiktiven Bankräuber werden zum Symbol des Widerstandes gegen “das System”. Auch wenn die Serie in den letzten Staffeln etwas nachgelassen hat – mehr dazu im Schlusswort – hat sie doch noch ein würdiges Ende gefunden. Höchste Zeit also auf die mehr als 48 Folgen zurückzublicken und den Versuch zu starten, die zehn besten Folgen auszumachen und zu ranken.

Platz 5: Staffel 1 Folge 7 / El Professor

Sicherlich eine der spannendsten Folgen der Serie: Der Professor muss seinen Schreibtisch verlassen und improvisieren. Helsinki (Darko Peric) hat das Auto der Truppe nicht ordnungsgemäß vernichtet, geschweige denn das Auto gesäubert. Für den Professor (Alvaro Morte) ist es nun an der Zeit zu glänzen. Der Kopf der Bande wird fast von einem Hund zerfleischt, in einer Schrottpresse zerdrückt und muss letztlich alle Register ziehen, um der Inspectora (Itziar Ituno) zu entkommen. Es ist eine sehr klassische Haus des Geldes-Folge, die – anders als Folgen der dritten und vierten Staffel – ohne gigantische Action-Szenen und Spezialeffekte auskommt und sich stattdessen auf die eine Sache konzentriert, die wir alle lieben: einen genial improvisierenden Professor.

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Platz 4: Staffel 5 Folge 5 / Der letzte Tanz des Drachen

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In der Bank herrscht Krieg und die Schlinge zieht sich immer weiter zu. Wer viele Serien und Filme schaut oder sich etwas mit Dramaturgie auskennt, hat es durch die vielen Rückblenden und Erinnerungen von Tokio (Ursula Corbero) vielleicht erahnen können: Die Folge endet mit Tokios Tod. Wir blicken zurück zu der ersten Begegnung Tokios mit dem Professor und den ersten Flirtversuchen mit Rio. In die Enge getrieben und ohne Hoffnung auf Rettung zieht Tokio die Stifte aus ihren Granaten und verlässt die Show mit einem lauten Knall. Ein emotionaler Abschied für jeden Fan der Serie, schließlich war sie neben dem Professor eine der Hauptfiguren der Serie und führte uns als Zuschauer auch oft als Erzählerstimme durch alle freudigen und traurigen Momente der weit über 40 Folgen der Serie.

Platz 3: Staffel 2 Folge 5 / Um Haaresbreite

Der Professor betritt als Clown das Krankenhaus und enttarnt so eine Falle. Arturo bedroht indessen Denver mit einer echten Waffe und versucht zu fliehen. Monica rettet Denver in letzter Sekunde das Leben und schlägt sich somit auf die Seite der Bankräuber – ein prägender Augenblick. Nairobi und der Rest verlieren ihre Nerven, einzig Berlin scheint noch klar denken und den Plan folgen zu können. Die orangen Clown-Haare werden dem Professor jedoch zum Verhängnis: Raquel entdeckt ein orangenes Haar bei ihm und enttarnt ihn. Ein Schlüsselmoment der Serie, den der Professor so nicht geplant hat und der Raquel das Herz bricht.  

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Platz 2: Staffel 1 Folge 10 / Berlin in Höchstform

Nach einem inszenierten Schusswechsel will sich die Inspectora persönlich nach dem Wohl aller Geiseln erkundigen und betritt die Bank. Dort erwartet sie eine extravagante und nervige, für uns natürlich höchst unterhaltsame, Persönlichkeit: Berlin. Der sich in die Länge ziehende Vorgang und Mónica Gaztambide, später Stockholm genannt, die versuchen muss ihre Schussverletzung vor der Inspectora zu verstecken, machen diese Folge spannend und unterhaltsam zugleich. Dazu trägt auch der Versuch Alison Parkers bei, sich im Safe zu verstecken und so die Polizei, angesichts fehlender Lebenszeichen von ihr, dazu zu bringen die Bank zu stürmen. Raquel muss die Bank jedoch in der Erkenntnis verlassen, dass die Schießerei nur inszeniert war und sie gerade unnötig Zeit verschwendet hat, die die Räuber zum Geld drucken verwenden können. Dennoch nutzt sie die Gelegenheit, um eine geheime Botschaft an Rio zu überbringen, die ihn zur Kooperation bringen soll. Und auch Berlins Geheimnis über seine tödliche Erkrankung wird gelüftet und sorgt für neue Spannungen innerhalb der Gruppe. Währenddessen betritt Angel das Versteck des Professors, der ihm dort seinen Cidre probieren lässt, doch Angel schöpft Verdacht. Eine durch und durch spannende Folge also und eine große Freude für alle Berlin-Fans. Kurz gesagt: Eine der Folgen, für die wir Haus des Geldes lieben gelernt haben.


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Platz 1: Staffel 1 Folge 13 / Bella Ciao

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Keine Szene hat sich in das Herz der Haus des Geldes Fans so eingebrannt wie diese: Berlin und der Professor trinken in einer Rückblende gemeinsam Wein und singen ein altes Lied der italienischen Partisanen mit dem Titel „Bella Ciao“.  Ein Remix dieses Liedes wird bald die weltweite Musikwelt erobern und zusammen mit den Masken zu einem weltweiten Phänomen werden. Für uns als Zuschauer markiert die Szene den Punkt, an dem wir unweigerlich Berlin und den Professor in unser Herz schließen und eine ganz besondere Verbindung zu der Serie aufbauen.

Zuvor in der Folge müssen die Geiseln eine Entscheidung zwischen Geld und Freiheit treffen: Entweder sie bleiben Geiseln und bekommen dafür später eine Millionen Euro oder sie werden sofort freigelassen, gehen aber leer aus. Diejenigen, die die Freiheit wählen werden allerdings von der Bande weggesperrt, da sie sonst einen weiteren Aufstand anzetteln könnten. Raquel erfährt wenig später, dass Angel eine Wanze in seiner Brille hatte, er somit kein Verräter ist und sie ihn fälschlicher Weise beschuldigt hat. Die Schuldgefühle nagen an ihr. Einen weiteren Höhepunkt erhält die Folge, als der Professor herausfindet, dass Raquels Mutter die Einzige ist, die sein Geheimnis lüften könnte. Kurz bevor sie seinen vergifteten Kaffee trinkt, entscheidet er sich doch noch um. In der finalen Szene schließlich entdeckt Raquel das Landhaus, indem sie den Überfall vorbereitet haben. In der Rückblende essen der Professor und sein Bruder Berlin gemeinsam an jenem Tisch, als Berlin ihn darum bittet, ihn im Ernstfall zurückzulassen. Der Professor lehnt ab. Sie beenden die Folge und damit die erste Staffel, indem sie „Bella Ciao“ singen. Ein besonderer Moment zwischen Berlin, dem Professor und uns als Zuschauer. Wir fühlen zum ersten Mal, was den beiden der Überfall und das Leben als Bankräuber wirklich bedeutet.

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Schlusswort – Gesegnet seien die ersten zwei Staffeln

Auch wenn die von Netflix produzierten 3-5 Staffel einige gute Folgen hervorbrachten, die sich auch in diesem Ranking finden, so muss jeder Fan der Serie doch zugeben, dass sie nicht an die Qualität der ersten beiden Staffeln herankommen. Sicherlich, das Budget stieg, die Spezialeffekte wurden beeindruckender und die Traumstrände, die man vor allem in den ersten Folgen der dritten Staffel bewundern durfte, waren schön anzusehen. Und doch verlor die Serie an Substanz und entfernte sich von ihrem eigentlichen Kern:

Anstatt sich auf die genialen Pläne und meisterhaften Improvisationskünsten des Professors zu konzentrieren, verschob sich der Fokus auf kriegsähnliche Kämpfe mit dem Militär. Anstatt sich auf tiefgreifende Gefühle und die sorgfältige Ausarbeitung und Entwicklung von Charakteren zu konzentrieren, werden übertriebene und teilweise unglaubwürdige Charaktere wie Tatiana oder Tamayo eingeführt. Weil jeder Charakter schon auf die ein oder andere Weise in einer Liebesbeziehung war oder noch ist, bekommen einige, wie etwa Denver, noch eine weitere Liebesbeziehung oder persönliche Konflikte, die notgedrungen wirken und nur kurzfristig gedacht sind.

Großer Lichtblick bleibt lediglich Berlin, der es in den Rückblenden zu den Anfängen der Planung des Überfalls schafft, starkes Mitgefühl und Empathie für unseren alten Freund zu entwickeln, der stets mit Stil auftritt und dessen Persönlichkeit um eine Hand voll Prinzipien gebaut ist – im Gegensatz zu Palermo, der zu Teilen wie eine billige Kopie Berlins wirkt. Unter dem Strich bleibt also eine sehr spannende Serie zurück, die uns vor allem durch Berlin und den Professor hoffentlich noch lange in guter Erinnerung bleibt. Zum ersten Teil des Rankings geht es übrigens hier.

Haus des Geldes läuft auf Netflix.

© Copyright aller Bilder bei Netflix.


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