House of the Dragon: Die 3 besten Szenen aus Staffel 1

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Die erste Staffel der Fantasy-Serie House of the Dragon konnte Fans weltweit begeistern. Auch ich habe jede Woche auf die neuen Folgen hingefiebert. Zum Abschluss will ich jetzt meine 5 Lieblingsszenen aus der ersten Staffel der HBO-Serie vorstellen.

Achtung: Hier kommt es zu Spoilern zu allen Folgen der ersten Staffel von House of the Dragon!

Szene Nummer 3: Lucerys Besuch auf Sturmkap

Die finale Folge von House of the Dragon hat ohnehin schon viel zu bieten. Da sind die letzten Momente dieser grandiosen Folge nur das i-Tüpfelchen. Über fast 50 Minuten haben wir erlebt, wie sich die Schwarzen, bestehend aus Königin Rhaenyra Targaryen (Emma D’Arcy), Daemon Targaryen (Matt Smith), ihren Söhnen und Töchtern und den Verbündeten auf einen bevorstehenden Krieg gegen die Grünen vorbereiten.

Zunächst überbringt Rhaenys die bittere Nachricht vom Tod des Königs, nur damit Rhaenyra wenig später in den Wehen eine Totgeburt zur Welt bringt. Wir erleben Daemon, der die Allianzen mit der Königsgarde und anderen Adeligen sichert, Corlys Velaryon, der sich mit letzter Kraft für die Sache von Rhaenyra erklärt. All das sind Vorbereitungen auf einen Krieg, den alle am Horizont aufziehen sehen.

vhagar kills luke

Als dann auch noch Otto Hohenturm vor den Toren von Drachenstein steht und absurde Forderungen an die neu gekrönte Königin stellt, meinen wir gar, der Tanz der Drachen würde schon in dieser Folge beginnen. Doch Rhaenyra reagiert besonnen, verspricht Otto, seinen Vorschlag zu überdenken. Um die Loyalität der Starks und Tullys zu sichern, schickt sie ihren Sohn Jacaerys in den Norden.

Um sich der Worttreue der Baratheons sicher zu sein, schickt sie Lucerys nach Sturmkap. Und damit beginnt eine folgenschwere Reise für den jungen Diplomaten. Schon als er im Hof der Burg landet, kann er im Gewitter den Schatten des größten Drachen von Westeros erblicken: Vhaegar ist auf Sturmkap. Und sein Reiter erwartet Lucerys im Thronraum der Burg.

Das Gespräch mit dem Baratheon ist eine Farce. Was dann aber passiert, wird den Lauf der Geschichte verändern: Zunächst stichelt Aemond nur gegen Lucerys. Als dieser sich aber wieder auf den Rücken seines Drachen begibt, beginnt eine der aufwühlendsten Verfolgungsjagden der Seriengeschichte. Ein riesiger Drache und sein selbstsicherer Reiter jagen einen winzigen Drachen und seinen verängstigten Reiter.


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Gut ausgehen tut das nicht. Zwar war es wohl nicht die Absicht von Aemond, seinen Kindheitsfreund zu töten. Trotzdem wird Lucerys von Vhaegar verschlungen. Und damit beginnt der eigentliche Krieg. Hatte Rhaenyra zuvor noch die Hoffnung auf einen friedvollen Ausgang, ist das jetzt vorbei. Sie wollte besonnen handeln, hat ihre eigenen Interessen gar zurückgesteckt.

Als sie allerdings vom Tod ihres Sohnes erfährt, und wer dafür verantwortlich ist, braucht es keine Dialoge mehr, um zu erzählen, was in Rhaenyras Kopf vor sich geht. Passend dazu heißt es im Buch dazu: „Dann brach der Sturm los und die Drachen tanzten“.


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Szene Nummer 2: Die Hochzeit von Rhaenyra und Laenor

house of the dragon wedding

Folge 5 von House of the Dragon war die letzte Folge, in der wir die jungen Gesichter von Rhaenyra und Alicent zu sehen bekamen. Und was für ein Abschied das für die Schauspieler und ihre Charaktere war! Der Großteil der Episode spielt in Königsmund, wo wir den Hochzeitsfeierlichkeiten im Roten Bergfried beiwohnen.

Was mir hier so gefallen hat, ist das Erzählformat: Es braucht nur einen Raum und ein Ereignis, damit alle Konflikte, die die Charaktere in sich tragen, zu Tage kommen und ausbrechen. Und so passiert es in dieser Folge. Wir haben den Konflikt zwischen Daemond und dem Lord von Arryn. Den Konflikt zwischen Alicent und Rhaenyra. Zwischen Daemond und Viserys. Zwischen Velaryons und Targaryens. Und letztendlich zwischen Kriston Kraut und Jeoffrey, dem Geliebten von Laenor.

All diese Konflikte werden in einem Setting ausgetragen, dass nicht etwa ein Schlachtfeld ist. Nein, es ist eine Hochzeit und ein Hochzeitstanz. Was mit diesen Szenen über all diese Charaktere erzählt wird, ist erstaunlich. Dass es House of the Dragon schafft, so viel Spannung und Charakter-Entwicklung in eine Folge, gar einen Raum zu pressen, ist beachtlich.

Die allermeisten dieser Konflikte finden in dieser Folge noch im stillen statt. Alicent trägt grün, die spätere Farbe ihrer Fraktion im Bürgerkrieg. Rhaenyra flirtet mit Daemond und bittet ihn, sie mit nach Drachenstein zu nehmen. Erst Jahre später wird ihr Wunsch in Erfüllung gehen. Aber einer dieser Konflikte bricht dann doch aus:

Kriston kann seine Wut auf Joffrey nicht mehr halten und ermordet den Geliebten von Laenor brutal vor den Augen des Hofstaates. Diese Szene, obwohl ich sie, so wie sie erzählt wird, nicht für perfekt halte, zeigt uns auch wieder eine Stärke von House of the Dragon: Ohne viel zu sprechen wird durch Bilder alles erzählt.

Was danach folgt, ist fast noch besser: Während sich Kriston fast umbringt, heiraten Rhaenyra und Laenor ganz heimlich, still und leise. Und am Ende fällt der König in sich zusammen. Unterlegt von dem wohl traurigsten Soundtrack der Serie.

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Szene Nummer 1: Das letzte Abendmahl

Für mich war die beste Szene der ersten Staffel von House of the Dragon kein Drachenkampf. Auch kein Rittertunier. Oder ein Schwertduell. Nein, meine Lieblingsszene ist ruhig und stimmt nachdenklich: Das letzte Abendmahl von König Viserys, dem Friedvollen.

Es kommt selten vor, dass ich vor dem Fernseher mal ein Tränchen vergieße. Hier ist das geschehen. Und das hat seine Gründe: Zum letzten Mal versammelt Viserys seine Familie. Ein letztes Mal versucht er, sie zu einen. Zum letzten Mal schlägt sich seine Familie die Köpfe ein, kurz nachdem er gegangen ist.

Und ein letztes Mal wiegt sich der König in der verleumderischen Sicherheit, dass nach seinem Tod alles gut gehen wird. Dass sich Rhaenyra und Alicent vertragen werden. Oh, wie falsch er doch liegt. Aber kann man ihm einen Vorwurf machen? Wahrscheinlich schon, schließlich galt er für viele als schwacher, durchsetzungsarmer König. Und hat mit seinen Entscheidungen und seinem Nicht-Handeln erst zu dem geführt, was ist.


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Und trotzdem: In dieser Szene, als er am Tisch mit seiner Familie sitzt, rechts von ihm seine Frau und Königin Alicent, links von ihm seine Tochter Rhaenyra und sein Bruder Daemond. In dieser Szene ist die Welt für einen kurzen Moment in Ordnung. Viserys blickt sich um, sieht sogar Otto Hohenturm lachen und schließt mit sich und seinem Leben ab.

Während Jacaerys und Hellena zur wundervollen Musik von Ramin Djawadi tanzen, erkennt er, dass es Zeit für ihn ist, zu gehen. Ein letztes Mal hat der friedvolle König seine Lieben gesehen, ein letztes Mal hat er sich versichert, dass sie sich verstehen. Dass aus seinen Entscheidungen in nicht allzu ferner Zukunft ein blutiger Bürgerkrieg entspringt, davon ahnt der alternde König nichts.

Und schläft deshalb friedlich ein. Mit seinen letzten Atemzügen begegnet er seiner Geliebten Frau Aemma Arryn, für deren Tod er mit verantwortlich ist. Er blickt ins Jenseits, ohne zu sehen, was im Hier und Jetzt vonstattengeht. Er blickt in den Himmel, ohne die Drachen tanzen zu sehen.

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So gut war House of the Dragon Staffel 1

Wahrscheinlich merkt man es diesem Artikel an allen Ecken und Enden an: Ich bin ein riesiger Fan der neuen HBO-Serie! Nach der riesigen Enttäuschung durch die achte Staffel von Game of Thrones hat sich der Sender mit House of the Dragon – zumindest in meinen Augen – wieder rehabilitiert.

Meine Gedanken zur ersten Folge könnt ihr übrigens hier nachlesen. Und einen Rückblick mit Analyse zur gesamten Staffel findet ihr hier. Hat euch die erste Staffel von House of the Dragon ebenso gut gefallen, wie mir? Schreibt das gerne mal in die Kommentare!


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Lukas Egner

Ich bin der Gründer von filmfreitag und schaue leidenschaftlich gerne Filme und Serien aus jedem Genre. Ich bin 21 Jahre alt, studiere momentan Politik- und Medienwissenschaften und schreibe als freier Autor für verschiedene Film- und Videospielmagazine.

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